KOMMUNIKATION UN“APP“HÄNGIG VON ZEIT UND RAUM

KOMMUNIKATION UN“APP“HÄNGIG VON ZEIT UND RAUM

By | 2017-09-20T20:28:26+00:00 September 11th, 2017|Categories: Apps, e-Paper, Marketing Insights|Tags: , , |

Oder: Wie man seine Mitarbeiter besser erreichen kann

Der Einsatz digitaler interaktiver Medien wie etwa Blogs, Videos und insbesondere Mitarbeiter-Apps als interne Kommunikationskanäle bietet ein großes Potenzial. Wie sich dieses erschließen lässt, schildert York Walterscheid, Director Marketing & Sales bei SPRYLAB, und erläutert zudem, was es bei der Gestaltung einer durchdachten Mitarbeiterkommunikations-Strategie mithilfe eigener e-Publishing-Software unbedingt zu berücksichtigen gilt.

(Interview erschienen in der April-Ausgabe des FACTS-Magazins)

DIGITALE MEDIEN: Sie ermöglichen es Unternehmen, ihre Mitarbeiter jederzeit und überall zu erreichen.

FACTS: Welche Bedeutung kommt der digitalen Transformation mit Blick auf interne Unternehmenskommunikation zu?

York Walterscheid: Die digitalen Trends und Statistiken sprechen eindeutig für die Nutzung von Smartphones zur Informationsbeschaffung. Seit 2014 liegt diese sogar vor der Nutzung von Desktop-Recherchen. Viele Unternehmen haben in den vergangenen Jahren über E-Mail-Newsletter, Intranet-Netzwerke und Print kommuniziert – alles Medien, die weder richtig interaktiv noch mitreißend sind. Es gibt zum Beispiel keine Feedback-Möglichkeiten und man erreicht nicht alle Mitarbeiter. Im Normalfall hat nur ein Drittel der Belegschaft einen festen Desktop-Arbeitsplatz. Ein weiteres Problem mit dem Intranet ist, dass Leute sich dort aktiv anmelden müssen.

Doch damit sie es tun, muss es für sie ausreichend Anreize geben. Aus Unternehmenssicht sollten Informationen gezielt an die Mitarbeiter oder Kunden kommuniziert werden. Dafür eignen sich zum Beispiel Push-Nachrichten. Informationen sind Bringschuld und keine Holpflicht. Unternehmen müssen sich fragen, wie sie ihre Mitarbeiter – egal ob jung oder alt – immer und überall erreichen können.

Glücklicherweise hat so gut wie jeder Mitarbeiter heutzutage mobilen Zugang zum Internet – in Form eines Smartphones oder Tablets. So ist es also möglich, überall auf der Welt Nachrichten zu empfangen. Diese Aufhebung von Raum und Zeit macht Verständigung schneller und effizienter. Allerdings kommt es dabei auch auf einen guten Mix an. Die Informationen müssen nützlich, aber auch unterhaltsam sein. Mitarbeitermagazine sind unter anderem ein wichtiger Bestandteil jeder Personalstrategie.

Apps sind die Newsletter 4.0. Sie können erheblich zur Produktivitätssteigerung beitragen und stärken die Identifikation mit dem Unternehmen. Aber auch hier gilt natürlich: Ein Mitarbeiter möchte unterhalten werden.

FACTS: Mit welchen wesentlichen Herausforderungen sehen sich Unternehmen Ihrer Meinung nach durch die zunehmende Digitalisierung konfrontiert?

Walterscheid: Vorwiegend sind es Chancen, keine Herausforderungen. Digitale Medien ermöglichen es, die Mitarbeiter jederzeit und überall zu erreichen. Bereits 66 Prozent des Medienkonsums in Deutschland erfolgt mobil – 80 Prozent davon über Apps. Vor allem in Unternehmen mit „mobilen” Mitarbeitern, wie etwa Verkehrsbetriebe, produzierendes Gewerbe oder Vertrieb, haben viele Mitarbeiter keinen Desktop-Arbeitsplatz und sind schwer durch Newsletter, Wikis oder Intranet erreichbar. Da können Apps helfen; allerdings müssen diese hochwertig und benutzerfreundlich sein – und vor allem von Relevanz.

Insbesondere Modernität gilt als wichtigstes Image-Merkmal: 55 Prozent der 18- bis 35-Jährigen schließen von der Qualität einer App auf die Leistung des Unternehmens. Und Anwenderfreundlichkeit ist bei der demografischen Entwicklung natürlich ein Muss. Schließlich sollen auch ältere Mitarbeiter die digitalen Möglichkeiten nutzen.

Wichtig: Unternehmen müssen ihre Kommunikationssilos verlassen und sich darüber Gedanken machen, welche Medien für welche Informationen am besten geeignet sind – egal ob App, Web oder Print.

FACTS: Vielen Beschäftigten in Unternehmen machen die digitale Transformation und der damit verbundene Wandel Angst. Bedarf es hier einer besonderen Unterstützung der Mitarbeiter in Sachen Kommunikation über das Technische hinaus?

Walterscheid: Kommunikation kommt in Unternehmen eine zentrale Bedeutung zu. Ausreichende Informationen bilden meist die Grundlage für reibungslose Abläufe, nicht zuletzt auch für die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Sind Informationen nicht für jeden Mitarbeiter zugänglich oder attraktiv, kommt es zu Unzufriedenheit, Unsicherheit und Demotivation.

Auch die ,,E-Mail-Flut“ gehört zu den Risiken, die durch den Einsatz digitaler Medien entstehen können. Informationen werden nicht mehr registriert, der zwischenmenschliche Kontakt geht verloren. Diese Faktoren könnten zur Resignation und Abschottung mancher Mitarbeiter vom Kommunikationsweg und somit zu erheblichen Problemen fuhren. Um dies zu vermeiden muss den Angestellten die Bandbreite an Vorteilen digitaler interner Kommunikation erläutert werden. Vor allem jedoch sollte die Nutzung der Medien anwenderfreundlich sowie interaktiv und die Gestaltung hochwertig sein.

York Walterscheid Sprylab Germany „Apps sind die Newsletter 4.0. Sie können erheblich zur Produktivitätssteigerung beitragen und stärken die Identifikation mit dem Unternehmen.“   

York Walterscheid, Director Marketing & Sales bei SPRYLAB

FACTS: Wie sieht eine interne Unternehmenskommunikation aus, die alle Vorteile der Digitalisierung nutzen will?

Walterscheid: Wie bereits erwähnt, müssen die Unternehmen ihre Abteilungs- und Kommunikationssilos hinter sich lassen und eine klare Strategie entwickeln, die festlegt, welche Medien sie für welche Kommunikation nutzen sollten – dies bis hin zur schlauen Verknüpfung aller Medien. Multi-Kanal-Denken würde ich hier erwähnen. Und die Inhalte sollten begeistern, relevant sein und möglichst für die mobile Nutzung optimiert. Je regelmäßiger Informationen verbreitet werden, desto effizienter müssen die Produktionsprozesse sein. Dies kann zum Beispiel Automatisierung bedeuten, wo immer dies möglich ist, oder die Nutzung von Content-Hubs und effizienten Content-Management-Systemen.

Anhand von Analytics kann das Angebot noch besser auf die jeweiligen Nutzer zugeschnitten und somit stetig verbessert und attraktiver werden.

LOGIN-OPTIONEN: Logins für verschiedene Mitarbeiterkreise ermöglichen noch gezielteren – und dazu sicheren – Zugang zu relevanten Informationen.

FACTS: Welche Fehler machen Unternehmen bei der Digitalisierung ihrer Mitarbeiterkommunikation?

Walterscheid: Auch die aktuellen Trends für kommerzielle digitale Angebote gilt es, zu berücksichtigen. Dazu gehören kurze Zusammenfassungen längerer Artikel, die Lust auf die Lektüre machen, die Nutzung von Videos und mobiloptimierte Formate. Häufig verkennen Unternehmen außerdem, dass man die Mitarbeiter für eine App nur begeistern kann, wenn diese für sie relevante Themen berücksichtigt – wie beispielsweise Speisepläne –, kurzweilig aufgebaut ist und es dabei nicht ausschließlich um den Job geht. Menschlichkeit liegt hier klar im Fokus und nicht die reine Informationsverbreitung. So sind eine (wohlwollende) Anekdote über einen Kollegen, Bilder der letzten Firmenfahrt, vielleicht Telefonbücher mit Fotos und Messaging-Funktion willkommene Mitteilungen – Regularien oder Organigramme dagegen weniger. Aktuelle Nachrichten, Serviceinformationen, Vorstandsmitteilungen und Personalien würden viele Mitarbeiter laut Studien gern in einer App lesen können. Alle anderen Informationen gilt es, auch weiterhin teilweise über eine Print-Ausgabe zu kommunizieren.

Das bedeutet, dass Multi-Channel-Publishing der optimale Weg zur Verbreitung von Informationen ist und bleibt.

FACTS: Bedeutet die Erstellung einer App neben der Website oder anderen Materialien nicht auch einen erheblichen zeitlichen sowie finanziellen Aufwand – etwa aufgrund grafischer Aufbereitung und Aufbereitung von Content?

Walterscheid: Nicht unbedingt. Die Lösung ist ein besseres und effizienteres Multi-Channel-Publishing, das auf strukturierte, systembasierte Content-Produktion setzt. Beispielsweise erstellt heute eine Abteilung ein Print-Magazin, dessen Inhalte nicht für das Web oder eine App wiederverwendbar sind. Die wichtige Frage ist, wie man hier eine brauchbare Entkopplung von Gestaltung und Inhaltserstellung hinbekommt, sodass sich Inhalte auf allen Kommunikationskanälen nutzen lassen. Möglichkeiten dazu bietet der Markt, nur die internen Prozesse stellen dabei oft eine Hürde dar.

FACTS: Der technische Aufwand für die Bereitstellung einer App ist ebenfalls ziemlich hoch – es gibt verschiedene Plattformen und Betriebssysteme. Ist das für Unternehmen mit wenig IT-Ressourcen überhaupt realisierbar?

Walterscheid: Die Mitarbeiter erwarten heute häufig, dass eine App für sie zur Verfügung steht. Die Umsetzung einer Idee als App muss man auch nicht selbst übernehmen. Dafür gibt es spezialisierte Dienstleister und gute, preiswerte Software. Oft kann man die Software auch ohne Programmierkenntnisse für die Veröffentlichung nutzen. Purple DS von SPRYLAB hat sich darauf spezialisiert, allen Kreativen, Marketingmitarbeitern und Redakteuren ein intuitives Werkzeug an die Hand zu geben.

FACTS: Was sollten Unternehmen bei der Auswahl eines solchen Dienstleisters unbedingt beachten?

Walterscheid: Es gibt unzählige Tools und Lösungen, die es einem Unternehmen ermöglichen, seine Informationen zu veröffentlichen. Die Suche nach einer passenden Lösung sollte stets mit Blick auf das gewünschte Ergebnis und die zur Verfügung stehenden Ressourcen erfolgen. Bei der Auswahl des richtigen Tools sollte neben einer intuitiven Benutzeroberfläche vor allem gestalterische Freiheit, die sich mit allen gängigen Formaten versteht, Berücksichtigung finden. Somit kann es auch auf allen Geräten ausgespielt werden. Zusätzlich sollte es auch möglich sein, eine Mehrzahl von Animationen und Interaktionen zur Nutzerbindung zu integrieren und Analysen durchzuführen, um die Inhalte kontinuierlich zu verbessern.

Doch das Tool ist nicht alles. Nur wenn man die aktuellen Trends der digitalen Welt beachtet und die Nutzer durch spannende und interaktive Inhalte über relevante Medienkanäle glücklich macht, wird man seine Reichweite erfolgreich vervielfachen und die Leser – egal ob Mitarbeiter oder Kunden – langfristig an sich binden.

Mehr Informationen zur Auswahl der richtigen Publishing Software finden Sie HIER.

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