DAS PERFEKTE KUNDENMAGAZIN – JETZT ALS APP (TEIL I)

DAS PERFEKTE KUNDENMAGAZIN – JETZT ALS APP (TEIL I)

Das Internet hat uns alle erobert – mittlerweile nutzen mehr als zwei Drittel aller Deutschen ein Smartphone oder Tablet. Dies geht leider nicht spurlos an den Verkaufszahlen herkömmlicher Printmedien vorbei. Der Absatz von Zeitungen sank laut PwC in Deutschland von 2003 bis 2014 um knapp 7 Millionen Stück. Große Unternehmen wie BMW, Audi oder die Lufthansa haben den aktuellen Trend erkannt und ihre Kundenmagazine zusätzlich digitalisiert, um ihre Reichweite auch weiterhin hoch zu halten. Zusätzlich bietet es ihnen die Möglichkeit, ihre Kunden noch besser zu analysieren und zu verstehen. Die Magazine können personalisiert, auf die Bedürfnisse der Kunden zurechtgeschnitten werden, um die Kundenbindung weiter zu verstärken, neue Leads zu generieren und den Umsatz zu steigern. Doch was macht eine gute Kundenmagazin-App aus und was ist zu beachten? Wir haben versucht, einige wichtige Features zu finden, die in keiner App fehlen dürfen.

Teil I: Was Kunden wollen!

5 Features, die aus Kundensicht in keiner Kundenmagazin-App fehlen dürfen: 

Für Kunden wird in Zukunft der mobile Content der entscheidende sein. Immer mehr Menschen in Deutschland konsumieren ihre Nachrichten, Blogs und Websites auf mobilen Endgeräten unterwegs in Bus, Bahn oder Café. Laut Studien erfolgen bereits 66% aller Internetzugriffe mobil. Deshalb ist es von Bedeutung, Content leicht und auf den Nutzer angepasst zu verbreiten. Dies sollte entweder mit einer responsiven Website oder per App geschehen, wobei die Nutzung von Apps um ein Zehnfaches höher liegt. Kundenmagazine werden also in Zukunft nicht mehr nur auf die klassische analoge Art verbreitet und gelesen, sondern digital, als App. Sie erreichen den Leser just-in-time und müssen nicht mehr gedruckt und per Post zugestellt werden –  ein enormer Kosten- und Zeitvorteil.

Die kommenden 5 Features zeigen auf, was in einer Kundenmagazin App auf keinen Fall fehlen darf und wie man das Magazin den Lesern schmackhaft macht. Tolles Design und leichte Bedienbarkeit verstehen sich dabei natürlich von selbst.

 

Snackable Content

Snackable Content bedeutet wenig Text mit viel Info – verpackt in ein ansprechendes und Aufmerksamkeit erregendes Kostüm. Kurze, prägnante Inhalte werden häufiger geteilt, prägen sich leichter ein und schonen das Datenvolumen.

Niemand liest auf seinem Smartphone Romane und niemand investiert mehrere Stunden in das Lesen von Magazinen auf seinem Smartphone. Wir lesen Inhalte unterwegs im Aufzug, im Wartezimmer oder im Bus. Deshalb ist es umso wichtiger, wertvolle und komplexe Inhalte so zu komprimieren und zu gestalten, dass sie sich mühelos konsumieren lassen. Die Aufmerksamkeitsspanne der Menschenliegt laut Statistic Brain heutzutage bei lediglich 8 Sekunden – eine Sekunde unter der eines Goldfischs. Das heißt, dass der Leser innerhalb dieser Zeit davon überzeugt werden muss, den Artikel weiter zu lesen. Ein klassisches Beispiel für Snackable Content sind zum Beispiel Vines, Instagram, Snapchat oder Tweets. Viele Nutzer suchen besonders unterwegs kurzweiligen und schnellen Content.

Dieser Content kann auf unterschiedliche Art und Weise geliefert werden. Im Bereich des Corporate Publishing sollte dies im besten Fall durch kontinuierliches Publizieren über eine interaktiv gestaltete App geschehen. Es versteht sich von selbst, dass diese App für Smartphones optimiert sein sollte.

Fazit: Man hat immer weniger Zeit, Content zu konsumieren, daher sollte er „snackable“, d.h. verdaulich sein, aber dafür in höherer Frequenz. Also, „Immer mal ein Häppchen!“

Multimedia & Design

Ohne Videos oder Animationen ist es heutzutage schwer, die Aufmerksamkeit seines Publikums aufrecht zu erhalten – Multimedia lautet das Stichwort. Der User muss mit audiovisuellen Eindrücken gelockt und überzeugt werden. Die Einbindung von Videos als On- und Offline-Content ist ein Schritt in die richtige Richtung. Schon heute werden einige konkrete Suchen direkt bei YouTube platziert – und nicht bei Google. Zusätzlich sollten Fotostrecken in die App eingebunden werden. Nur als kleiner Tipp: Der Einsatz von Bildern und Videos steigert die Bereitschaft des Lesers um 80% sich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen.

Gleichzeitig sollte das Design der App an vorderster Stelle stehen. Natürlich ist der Content wichtig, doch der erste Eindruck zählt! Sieht die App nicht ansprechend aus und ist nicht für mobile Endgeräte optimiert, können noch so viele Videos und Images integriert werden. Ist der User abgeschreckt, wird die App im schlechtesten Fall wieder gelöscht.

 

Live-News

Ohne Aktualität ist eine App keine App. Das bedeutet, dass die Inhalte immer auf dem neusten Stand seien müssen. Im besten Fall heißt das auch, dass Twitter, Facebook, Instagram oder andere Newsfeeds Einzug in die App finden müssen. Am einfachsten ist es, Newsfeeds der eigenen Website mit der App zu verbinden. Denn es gilt wie immer der Leitsatz: Je öfter Inhalte geteilt werden, desto mehr Menschen konsumieren sie auch. Nutzer können besonders mit einer App über Neuigkeiten informiert und auf den neusten Stand gebracht werden. In Kombination mit Push-Nachrichten kann zudem eine Dringlichkeit geschaffen werden, die den Leser aufmerksam werden lässt.

Customer magazine as an app woman looking at smartphone screen

Interaktion & User Experience

Der User muss dazu bewegt werden, mit der App und mit dem Produkt zu interagieren. Die Einbindung von Mini-Spielen oder Quizzen bietet ein enormes Potential, den Nutzer an die App zu binden. Die Klassiker, wie eine Bewertung von Artikeln oder Produkten, sollten natürlichen ebenfalls nicht fehlen. Interaktion bindet den Nutzer an den Inhalt und stärkt die Identifikation mit der Kundenmagazin-App. Zusätzlich kann dabei auch der App-Herausgeber viel über den Kunden lernen und so seine Inhalte weiter verbessern.

Das alles ist an die User Experience gebunden – interessante Inhalte gepaart mit leichter Bedienung bedeuten einen zufriedenen Kunden. Deshalb muss die Nutzung der App selbsterklärend sein. Sollte sie dennoch sehr aufwendig gestaltet sein, empfiehlt sich eine Einführung zu Beginn.

 

Services

Banken-Apps ohne Filialfinder, Mode-Applikationen ohne Shop – eigentlich undenkbar, aber leider immer noch Alltag. Seien Sie schlauer und bieten Sie Ihren Kunden einen Service, der sie glücklich macht.

Guter Service entscheidet über aktive Nutzung oder App-Friedhof. Bedenken Sie bei der Gestaltung ihrer App, welche Vorteile eine mobile Nutzung hat und erstellen Sie begeisternde Inhalte. Das macht letztendlich auch Sie durch höhere Nutzerzahlen und generierte Umsätze glücklich.

 

Was macht also abschließend eine gute Kundenmagazin App aus –  eine intuitive und ansprechend gestaltete Oberfläche gepaart mit aktuellen und interessanten Inhalten, die sich schnell und frustfrei konsumieren und teilen lassen.

 

Lesen Sie in Kürze Teil II dieser Blogserie: „Ein Guide für Herausgeber – 5 Features, auf die Publisher bei der Auswahl eines Publishing Tools für ihre Kundenmagazin-App achten sollten“. 

Leave A Comment